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Der Thron 2008 stellte sich zum Foto auf
vordere Reihe von links nach rechts:
Ehrendame Ulla Schümann, Ehrenherr Franz Schürmann,
Königspaar 2008 Elsbeth und Heinz Schwarze Blanke, Ehrendame Gerburg Meiners, Ehrenherr Heinz Meiners, Königspaar 2007 Mechthild und Günter Hemsing, Oberst Bernhard Abbenhaus
hintere Reihe von links nach rechts:
Fahnenoffizier Daniel Banker, Fahnenträger Josef Höing und Fahnenoffizier Jonas Robert

Im Fußball wird ja oft von Platzvorteil gesprochen, wenn die jeweilige Mannschaft bei sich im eigenen Stadion spielt. Beim Vogelschießen scheinen andere Regeln zu gelten. Heinz Schwarze-Blanke spricht von einem „heißen Gefecht“, das er sich mit Georg Schulze Pröbsting unter der Stange geliefert habe. Und das er für sich entschied. Er besiegte den Hausherrn auf dem eigenen Hof. Ganz frech mit dem 140. Schuss. Er darf sich nun König nennen und 150 Jahre nach Gründung des Vereins die Schagerner, Rockeler und Tinger im großen Jubiläumsjahr regieren.

Aber Schwarze-Blanke sagt, dass er den Vogel nicht deshalb runtergeholt habe. „Es ging mir nicht um das 150. Jubiläum. Ausschlaggebend war der Verein, die Zusammengehörigkeit bei uns“, meint der frisch proklamierte Regent, der genau weiß, was einen guten König ausmacht: „Ein guter König muss aktiv dabei sein, sich im Verein engagieren und sich mit dem Verein und der Institution Schützenverein an sich identifizieren.“ Und keiner wird behaupten, dass Heinz Schwarze-Blanke das nicht tut. Seinen Posten als Schriftführer wird er weiterhin behalten.
Der Schützenverein Schagern-Rockel kann zufrieden sein. Das meint Günter Hemsing, der Vorjahreskönig. „Das ist ein sehr guter Nachfolger. Ich traue ihm das zu und gebe das Amt gerne an ihn ab“, sagt er, der vom Schießen genauso begeistert war wie der Vorsitzende Norbert Bröker. Zwar sei der Vogel nach nicht einmal zwei Stunden relativ schnell unten gewesen. Der Spannung schadete dies dem Vorsitzenden zufolge nicht: „Der hing eine ganze Zeit am seidenen Faden und keiner der beiden traf richtig. Zum Schluss kriegten sie wohl doch noch Muffensausen.“
Ob das vor 25 oder vor 50 Jahren wohl genauso war? Die Antwort können darauf mit Sicherheit Hildegard Webers und Ulla Isfort geben. Hildegard Webers stand vor 25 Jahren an der Seite ihres Mannes Hubert Webers und wird dafür genauso geehrt wie Ulla Isfort, die vor einem halben Jahrhundert an der Spitze des Vereins stand, der sich damals noch Gesellschaft nannte und erst 100 Jahre jung war.