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Das aktuelle Thronfoto 2007
im Hintergrund von links:Oberst Bernhard Abbenhaus, Adjudant Andreas Siemens, Fahnenoffizier Matthias Hölscher, Fahnenträger Heinrich Kösters, Fahnenoffizier Jonas Robert, Adjudant Daniel Robert
mittlere Reihevon links: Ehrenherr Marcus Hemsing, Königspaar 2006:Yvonne Beckmann und Stefan Abbenhaus, Ehrenherr Werner Banker
Vorne sitzend von links: Ehrendame Anette Hemsing, Königin Mechthild Hemsing, König Günter Hemsing, Ehrendame Magret Banker

Königswagen steht in Flammen
Wie der Vater, so der Sohn. 25 Jahre nach Vater Karl gelang es jetzt auch Sohn Günter Hemsing, die Königswürde beim Schützenverein Schagern-Rockel zu erringen. In einem bis zuletzt spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bruder Martin versetzte der 42-Jährige aus Osterwick dem hölzernen Federvieh mit dem insgesamt 121. Treffer den Gnadenschuss.
Zusammen mit seiner Frau Mechtild tritt Günter Hemsing in die Fußstapfen von Stephan Abbenhaus und Yvonne Beckmann, dem Vorjahres-Königspaar. Als Ehrendamen stehen den neuen Regenten ab sofort Margret Banker und Annette Hemsing zur Seite.
Es war schon ein bemerkenswertes Schützenfest, ein Jahr vor dem 150-jährigen Jubiläum des Vereins aus dem so genannten Dreiländereck. Erst dieser schöne Zufall, wohl auch nicht ganz unbeabsichtigt, dass es Günter Hemsing seinem Vater Karl exakt 25 Jahre nach dessen Regentschaft gleich tat. Dann die Tatsache, dass Karl Hemsings damalige Königin Johanna Banker zufällig auch die heutige Schwiegermutter des Regenten ist. Und schließlich war da ja noch der altehrwürdige Opel Admiral, der Königswagen der Schagern-Rockel-Schützen.
In ihm dürfen sich die neuen Regenten an den Schützenfesttagen hin und her kutschieren lassen. Ausgerechnet jetzt, in seinem 25. Dienstjahr, gab das treue Gefährt seinen Geist auf. „Plötzlich stand der Motor in Flammen“, berichtete Schriftführer Heinrich Schwarze-Blanke von den bangen Sekunden am Nachmittag. „Es ist aber niemand zu Schaden gekommen.“ Natürlich konnte das Ersatzauto, ein Saab Cabrio, rein äußerlich nicht mit dem roten Oldtimer mithalten. „Bis zum Jubelfest bekommen wir den Admiral aber wieder hin“, zeigte sich Schwarze-Blanke zuversichtlich.
Als sich die Schützenbrüder am Donnerstagabend im Anschluss an die Proklamation auf den Weg zum Königsball im Festzelt machten, hatten sie schon einige Stunden in der brütenden Hitze auf dem Buckel. „Wir haben auch schon Verluste zu beklagen“, hatte Heinrich Schwarze-Blanke einige seiner Schützenbrüder vor der trügerischen Kombination aus Sonne und Alkohol kapitulieren sehen. Sie stießen dann gestern wieder dazu. Spätestens.

Angetreten zum Vogelschießen waren an Fronleichnam 85 Schützenbrüder, die sich unter musikalischer Mitwirkung des Kolpingspielmannszuges vom Hof Jessing auf den Weg zum Hof Schulze Pröbsting machten, wo der neue König ermittelt werden sollte. Die ersten beiden Schüsse auf die Vogelstange feuerten Horstmars Bürgermeister Robert Wenking und sein Kollege aus Rosendahl, Franz-Josef Niehues, ab.
Ein Wiedersehen an der Stange gab es für die Schützen dann am Freitag, als der neue Sternkönig gesucht und in Andreas Siemens gefunden wurde. Für die Damen des Vereins fand derweil ein gemütliches Kaffeetrinken im Festzelt statt. Mit einem weiteren Ball, bei dem wie am Vorabend die Band „Sunny Boys“ aufspielte, klang der Tag erst tief in der Nacht aus.

Den Abschluss seines Schützenfestes feiert der Schützenverein mit einem Frühschoppen. Vorher, um 11 Uhr, wird aufgeräumt.